Dank
der Finanzierung durch das Österreichische Ministerium für
Unterricht, Wissenschaft und Kultur konnte das Kooperationsprojekt Bohemia, Moravia et Silesia Judaica
aufgebaut werden. Da in österreichischen Quellen immer wieder
Hinweise auf enge Kontakte zwischen den Juden der einzelnen
habsburgischen Länder auftauchen, lag es nahe, den
österreichischen, mährischen und böhmischen Raum als
eine Einheit zu sehen und eine Kooperation mit HistorikerInnen und
ArchivarInnen in der Tschechischen Republik sowie in Polen aufzubauen.
Diese Zusammenarbeit macht es möglich, die vielfachen Beziehungen
- auf wirtschaftlicher, sozialer, familiärer, gesellschaftlicher,
religiöser und kultureller Ebene - , Gleichläufigkeiten, aber
auch Unterschiede in den einzelnen Ländern sichtbar zu machen. Der
Informationsaustausch erfolgte vor allem von Ost nach West. Die
wesentlichen Impulse gingen von den großen Gemeinden dieser
Länder aus, allen voran der Prager Gemeinde.
Die
Bearbeitung der Archive Mährens, Böhmens und Schlesiens
erfolgt derzeit - immer abhängig von den zur Verfügung
stehenden Geldmitteln - systematisch. Die einheitlich erfaßten
Materialien stehen der Forschung zur Verfügung und lassen eine
Fülle von Publikationen erwarten.